Die Akademie der wilden Werte entwickelt sich aus sich selbst. Wir sind beobachtend und aktiv mitgestaltend in diesem Prozess eingebunden. Die Akademie der wilden Werte entfaltet sich zu einem Forschungsraum ohne Anfang und Ende, am ehesten vergleichbar mit fliessendem Wasser, das sich in sich selber immer wieder erneuert. Eine permanente Frische, die aus sich selbst entsteht!
Die Entstehung der Akademie kann mit dem Bau eines Vogelnestes verglichen werden. Hier wird ein Hälmchen (Impuls 1) gefunden, dort eine Vogelfeder (Impuls 2). Alle Bauelemente werden nach und nach ins Nest eingebaut. Die Struktur entsteht organisch, was als Impuls zählt wird von Einzelnen subjektiv erkannt und für den Nestbau gemeinsam verhandelt. Die Struktur des Vogelnestes zeigt auch auf, dass diese nicht nach linearen Denkmustern erfolgt.
In diesem gemeinsamen Lernen, in dem Inhalte aus den Interessen der Teilnehmenden generiert werden und das durch individuelle Quellen gespeist wird, beruht ein bedeutender Teil der Akademie der wilden Werte.
Bei einem Aspekt der Akademie der wilden Werte geht es um einen „Wissenstransfer ohne Geld“. So schnell dieser Aspekt hingeschrieben ist, so starke Auswirkungen könnte er haben!
Der Marder ist das Krafttier der Akademie der wilden Werte. Die Freiheit, sich den eigenen Weg auszusuchen, ist ein grosses Hauptmerkmal des Marders. Er zeigt uns auf, dass wir unsere Zelte abbrechen und an einem neuen Ort wieder aufstellen können, und dass wir frei, wild und anpassungsfähig sind wie er. Der Marder ist ein Wegekünstler, er findet den Weg auch durch die kleinsten Ritzen.
"Wild" hat eine prominente Bedeutung in der Akademie der wilden Werte. Deshalb soll dieser Begriff auch erfahrbar gemacht werden.
Das "Draussen", die Natur, spielt eine wichtige Rolle und die Nacht und die verschiedenen Mondphasen.
Den Händen kommt in der Akademie der wilden Werte eine besondere Rolle zu. Die Verantwortung für die Akademie der wilden Werte liegt in den Händen aller Beteiligten. Durch Klärungsprozesse, die aus dieser Vorgehensweise und Haltung entstehen, ist das (geduldige) Aushandeln ein wichtiger Bestandteil: eine Kommunikation, die auf Verstehen beruht ist essenziell.
Das "Tasten" leitet auf die Wahrnehmungsqualität des sich-Annäherns hin, des Vertrauens auf eine Vorgehensweise, ohne (kognitiv) zu wissen, wo es genau hingeht.
"Lauschen" meint ein auf-sich-wirken-Lassen und ein Horchen, auch in sich selbst.
Leise sein – gar schweigen - dies eine weitere Qualität, die in der Akademie der wilden Werte einen hohen Wert (!) erhält. Nach-Denken, wirken lassen, sind eine stimmige Ergänzung zu "Lauschen" und "Tasten".
Jeder Austausch ist ein Akt des Lernens, des Entdeckens und genügt sich in sich selbst. Er ist ein Grund, sich zu freuen, dieser Freude Ausdruck zu geben und kann als „Feiern“ bezeichnet werden.
Die Verbindlichkeit soll nicht durch die konstante Anzahl der Teilnehmer:innen und durch eine zeitliche Dauer definiert sein. Diese soll ganz aus dem Verantwortungsgefühl des Einzelnen für sich selber und die Gruppe, sowie für die "Sache" erwachsen.
Der Kreis bildet die Grundstruktur des Austausch. Im Kreis sind alle Beteiligten gleichberechtigt, alle können von allen gut wahrgenommen werden. Ein weiteres Merkmal des Kreises besteht darin, dass beliebig viele Menschen Platz auf der Kreislinie finden. Er symbolisiert Gleichheit und kann als äussere Form dazu verhelfen, diese und die daraus entstehende Vertrautheit zu unterstützen.